Reisebericht Thailand - Kambodscha - Laos (22.11.02 - 19.01.03)
Die
Ruhe vor dem Sturm
Am 23.11.02 bin ich nach 2 recht schüttelfreien Srilankan-Airways
Flügen wieder glücklich und müde in Bangkok eingelaufen.
Das Empfangskomitee bestehend aus Lek, San, Tic und Kids hat mich
erst kurz ins Slum verschleppt, aber danach gings dann zügig
nach Sattahip. Der Trip mit dem neuen Pickup-Truck mit Karaokeanlage
und Flachbildschirm, sowie der Ex-Generals-Fahrer Thuek waren eindrücklich...
Ich
habe dann einige ruhige Tage auf der Farm verbracht. Der Familie
gehts gut und die Region gefällt mir immer besser. Mein Morgenspaziergang
auf den Berg Baisri und die Ausflüge an die Had Nang Lam Beach
bleiben mir gut in Erinnerung. In Pattaya habe ich mal beim Zahnarzt
reingeschaut und da hiess es denn gleich: 6 Kronen und eine Füllung
stehen an! Leider musste ich mir das denn doch gönnen, denn
in der Schweiz hätte mich das ruiniert. Doch davon später
mehr...
Zischs
Hochzeit
So um Anfang Dezember liefen die ersten Kollegen von Zisch in Bangkok
ein. Am 02.12.02 war ich denn auch wieder in Bangkok, allerdings
habe ich mich gleich mit Olli und Jonas wieder abgesetzt, denn mein
Zahnarzt-Termin stand an. Olli hat sich als enorm populär erwiesen,
vor allem bei jungen Frauen! Ab dem 04.12.02 war ich voll eingespannt,
unter anderem habe ich mit Urs und Brigitte, den Eltern von Zisch,
ein gutes Tourist-Programm mit schwimmenden Märkten, Krokodilfarm
und goldenem Berg abgespuhlt. War lustig, aber auch anstrengend...
Am alleranstrengendsten war dann aber das Hochzeit selber.
Es
ging natürlich schon morgens um 6 Uhr los, das volle Brimborium
wurde abgespuhlt und die Ventilatoren brummten Vollgas. So war ich
denn schon unter dem Tag ziemlich erledigt und die Erkältung
hat sich anschliessend 2 Wochen gehalten. Zisch hat die Prozedur
recht gut überstanden, aber zum Schluss wurde es ihm dann doch
auch etwas zuviel. Am 08.12.02, nach Urs und Brigitte's Abreise,
haben wir uns dann auch alle Richtung Sattahip abgesetzt.
Zahnarzt
und Anreise nach Koh Chang
09., 10. und 11.12.02 standen ganz im Zeichen des Zahnarztes. Am
09. regnete es brutal, so musste ich denn meinen ersten Termin gleich
schon mal verschieben. Der gute Michel meinte nur: Kommst halt wenn
es aufgehoert hat zu regnen... Zisch und Karen reisten schon mal
ab Richtung Koh Chang und der Rest der Mannschaft (Olli, Jöni
und Chris) genoss das Leben in der Provinz. Zu guter letzt liessen
wir uns denn auch nach Trat chauffieren, Thuek führ das wieder
wunderbar. Eigentlich wollten wir ihn auch noch mitnehmen nach Koh
Chang, aber er hat sich denn doch verkrümmelt und so fuhren
wir denn mit dem Pickup-Taxi nach Koh Chang Center Point. Unterdessen
fahren fast nur noch Auto-Fähren nach Koh Chang, die Lage hat
sich doch recht dramatisch geändert.
Die
Durchfahrt an White Sand Beach auf Kohg Chang war ein echter Schock.
Eine 4-spurige Autobahn führt hinter White Sand Beach durch.
(Foto folgt demnächst) Zum Glück haben wir einen Deal
mit Adi von Seahorse Diving abgemacht, so stiegen wir dieses Jahr
auf Kai Bae Beach ab, wo's mir doch noch viel besser gefällt.
Karen hat nach dem ersten Tag Tauchen leider nicht weitermachen
können, aber die Jungs Olli, Jöni und Chris haben den
Tauchkurs durchgezogen.
Koh
Kud, Nok und Zischs Abflug
Am 16.12.02 fuhren wir los Richtung Koh Kud. An Bord: Der Kapitän
und sein Helfer, Ede und Rick, der Tauchlehrer, Gath, der Engländer
und Nok, sein Pattaya-Girl, Olli, Jöni und Chris, sowie Anna,
die Polin, die den Tauchkurs mitgemacht hat. Dann war da noch eine
Französin, der Australier und ein weiteres Thai-Girl. Mit der
illustren Bande fuhren wir also los und die 2 Thai-Mädels haben
gleich mal einen auf Seekrank gemacht. Da der Käpten aber einige
Tintenfische erbeutete und zu braten begann, erwachten die beiden
wieder zum Leben und verwöhnten uns von da an auf dem ganzen
Trip mit frischem Food.
Die
Taucher machten recht gute Fortschritte und ich habe mich auch wieder
mal nass gemacht... Gegen Abend waren wir dann vor Koh Kud und die
Suche nach Unterkunft begann. Am Schluss landeten wir in einer sehr
gepflegten, aber auch teuren Anlage. Der Inhaber macht einen auf
Guru, weisse Gewänder und burmesische Stumpen sind sein Markenzeichen.
Wer wollte hat sich ein Aircondition Bungalow genommen und der Rest
der Mannschaft hat auf dem Boot oder im Restaurant gepennt. Am Morgen
organisierten wir einen Ausflug zum Wasserfall auf Koh Kud und das
war der absolute Hammer. Ein Traumplätzchen und definitiv stand
da "Auf Wiedersehen" drauf!
Leider
gings dann schon weiter Richtung Hin Prai Nam und auf den Dive habe
ich mich recht gefreut. Zum Schluss haben wir aber trotz GPS von
Rick den verdammten Fels nicht gefunden und ich habe mich wunderbar
aufgeregt unter Wasser. Dank der Paddelei hatte ich auch ein gutes
Kopfweh beieinander und so hats mich denn nach Ankunft auf Koh Kham
gleich mal ins Bett gelegt. Am nächsten morgen war ich aber
wieder fit und habe mit Chris den kleinen Berg auf Koh Kham erklommen.
Nok kam ganz griesgrämig aus Gath's Bungi raus, aber ein herzliches
"Good morning, Ms. Sunshine" verwandelte sie wieder in
das zuckersüsse Tennager Girl vom Vortag. Olli hatte geistig
recht hart zu kämpfen um seine Treueschwur einhalten zu können,
aber soviel ich weiss, ist er bis zum harten Ende knallhart geblieben
:-)
Die
Dives am letzten Tag am Hin Luk Bath und am Hin Raab waren ein Deja-vu
für mich. Adi hat mir auf Koh Chang noch angeboten, sein Partner
zu werden auf Koh Kud, aber leider ist das momentan noch nicht drin
für mich. Nach unserer Rückkehr auf Koh Chang genossen
wir den Luxus und bereiteten uns auf den Abflug Richtung Kambodscha
vor. Zisch hatte die Schnauze voll von Thailand und wollte wieder
nach Hause. Ergo habe ich ihm den Flug gebucht, nicht ohne ihn nochmals
auf die Kälte in der Schweiz hinzuweisen.
Weihnachten
in Kambodscha bei Otto
Nachdem wir Zisch in Trat im Hotel deponiert haben, haben wir uns
an die Grenze gestürzt. Die Loser-Road haben wir überlebt;
da fahren sie immer wie die Wahnsinnigen wenn sie im Casino verloren
haben. Zisch musste letztlich per Fusstritt von San aus dem Hotelzimmer
befreit werden, aber finalement ist er gut in der Schweiz gelandet...
Wir haben die Anreise zu Otto in Koh Kong sehr genossen, denn seit
die Brücke offen ist, gibts keinen Stress mit Transport mehr.
So rollten wir denn im Minibus vor Ottos Haustüre an und mit
Freude stellte ich fest, dass Ott's Familie weiterhin gut drauf
ist und dass es Otto sehr gut geht. Erstaunlicherweise ist er immer
noch die einzige Weissnase in Koh Kong; von mir aus kann das so
bleiben.
Wir
haben am Weihnachtstag einen exzellten Ausflug auf die Insel Koh
Kong organisiert und am 26.12.02 waren wir bei einem kleine Super-Wasserfall.
Die Region um Koh Kong (auch Dong Tong oder Sao Tong genannt) ist
fantastisch u8nd ich verstehe nicht ganz, warum alle Travellers
in Koh Kong durchreisen. Unterdessen gibts auch einen Bus von Otto
nach Phnom Penh. Für die Reise nach Sianhoukville empfiehlt
Otto immer noch das Russen-Boot. Die kleine Win ist schon etwas
grösser geworden und sie führt das Kommando bei Otto.
Er selber spielt meistens Civilization und spielt den Kassierer
(und "Komische-Fragen-Beantworter") Da Olli, Jöni
und Karen am 27.12.02 wieder nach Hause fliegen mussten, haben wir
viel zu schnell wieder von Otto verabschieden müssen, aber
nächstes Jahr Weihnachten kommen wir wieder!
Anreise
nach Nakorn Phanom und Laotourism-Diskussionen
Mit Chris habe ich mich dann am Abend des 26.12.02 nach Mo Chit
begeben wir wir glücklicherweise noch ein Plätzchen im
VIP-Bus nach NKP ergattern konnten. 10 Stunden später standen
wir frierend am Busbahnhof von Nakorn Phanom und haben uns erst
mal wieder etwas entfaltet... Das Wiedersehen mit Nick und Kaew,
sowie mit der North by Northeast Tour Crew war hocherfreulich und
Chris durfte gleich Ollis Position als "Schönster"
übernehmen. Leider musste ich relativ schnell erfahren, dass
Nick und Kaew sich etwas entfremdet haben, aber ich hoffe doch,
die beiden kriegen den Rank nochmals. Nick hat schwachsinnigerweise
seinen Pass irgendwie verhühnert, so kamen wir in den Genuss,
von Kaew auf den Laoistrip geführt zu werden. In stundenlangen,
harten Diskussionen haben wir versucht, die Internet-Prioritäten
für Nicks Business richtig zusammen zu bekommen - die Resultate
unserer Bemühungen solltet Ihr schon bald unter http://www.laotourism.com
zu sehen bekommen.
Auf
Montris Farm haben wir die Vorneujahrs-Nacht gefeiert und das Wort
"Massaque" anstelle von Mariuhana ist in unseren Sprachgebrauch
von Agent 008 eingebracht worden. Nach einigem Massaque durchs Bambusrohr
hat er die Fische in Montris Teich gefüttert - zu unser grossen
Erheiterung. Montris Vater, der sonst nicht viel spricht, meinte
nur: "Da werden die kleinen Fische aber schön besoffen
sein!"
Der
Laos-Trip und Madame Li's Abenteuer
Am 02.01.03 gings endlich los auf den lang geplannten Laos-Trip.
Das Team bestand aus: Kaew, Montri, Agent 008, Ede, Chris, Mike
and Martin, sowie Madame Li aus Peking. Da wir alle kein Laos-Visum
hatten, mussten wir über Nong Khai - Vientiane einreisen. Also
gut 500 km Minibus, dann einreisen und einmal in Vientiane übernachten
und am nächsten Tag mit dem Minibus wieder nach Thakaek runterreisen.
Wenns geht sollten wir nächstes Jahr die Laos-Visa wieder mitbringen,
denn der Teil des Trips war nicht so ein Hit. Anyway, ab Thakaek
gings dann mit dem 4-Wheel-Truck weiter in die Berge. Im Nakai-Plateau
haben wir in einer coolen Anlage genächtigt - unser Massaque
haben wir dann trotz dem uns begleitenden Polizisten auch noch geniessen
können. Der nächste Tage wäre eigentlich als Wandertag
geplant gewesen, aber wir haben uns wieder auf den 4-Wheel gehechtet
und haben die Fahrt genossen. Gegen Abend trafen wir in Ban Nathan
ein und das Dorf machte einen sehr guten Eindruck auf uns. Wir waren
seit Max Archangeloni die ersten Weissnasen im Dorf und wurden von
der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen. Kaew genoss den Aufenthalt
im Dorf sehr und Mike, Martin und Li fotografierten auf Teufel komm
raus... Ich bin schon gespannt auf die Aufnahmen. Wir haben dem
Dorf auf eine Medizin-Spende mitgebracht, leider ist das auch dringend
nötig, denn das laotische Gesundheitswesen ist noch nicht sehr
entwickelt. Edle Spender dürfen sich gerne bei mir melden -
info@ede.ch
Nach
der wohlverdienten Ruhepause im Dorf stand der nächste Höhepunkt
der Reise bevor. Die Durchquerung der Konglo-Höhle ist spektakulär.
Es handelt sich um eine 7 km lange Höhle mit einem Fluss. Wir
haben 4 Longtail-Boote gechartert, so hatten wir bequem Platz in
den Booten und auch all unser Gepäck kam mit. Unterwegs mussten
wir mehrmals aussteigen und kurze Stücke zu Fuss bewältigen
- ABENTEUER PUR! Nach der Höhlenfahrt kam die Höllenfahrt,
denn wir haben bei leichtem Regen noch 50 km mit einem sogenannten
I-täng absolviert. Das ist eine Holzkarre mit einem kleinen
Traktor vorne dran. Bald sollte ich ein paar Fotos erhalten, die
werde ich dann auch posten.... Dank einem alten James-Bond Trick
(Austausch von Körperwärme) haben Kaew und ich den Trip
gut überstanden. Die letzten 2 Tage in Ban Na Hin waren wieder
ruhig, der Ausflug mit den Bombenbooten war der Höhepunkt.
Zu gueter letzt haben wir uns mit der Aussicht auf eine warme Dusche
wieder ins Flachland begeben, nur um an der Grenze festzustellen,
dass Madame Li nicht wieder nach Thailand einreisen konnte. So kam
es, dass ich die nächste Nacht im Bus Richtung Vientiane sass,
zusammen mit Mike und Madame Li. Wir mussten die Gute wieder etwas
aufbauen, denn sie ist noch nicht so erfahren in Sachen Reisen und
so vergoss sie denn einige Tränen bevor der Humor wieder Oberhand
gewann.
Nach
einigen Hin und Her gelang es uns schliesslich, Madame Li wieder
einzuschleusen und zur Belohnung machten wir noch einen Abstecher
zum Wat Sala Gaew in Nong Khai. Die Anlage beeindruckt mich immer
wieder und dieses Jahr hat uns ein älterer Herr einige recht
aufschlussreiche Infos gegeben. Trotzdem war ich dann auch erleichtert,
als wir endlich wieder in Nakorn Phanom eingetroffen sind.
Die
letzten Tage vor der Heimkehr
Ich konnte dann Nick und Montri davon überzeugen, dass sie
herzlich bei mir in Sattahip eingeladen sind und zu meiner Ueberraschung
standen wir denn schon bald danach zusammen an der Busstation, unter
anderem schwer beladen mit Holzmöbeln von Ejnar aus Thakaek.
Er hat mir die Möbel geschenkt, da ich ihm die Website erstellt
habe (und unterhalten werde) http://www.ede.ch/laos/applied_art.html
Die Tage mit Nick und Montri waren cool, wir haben
uns am Morgen jeweils auf den Khao Baisri Berg begeben, Montri hat
das letzte Stück des Wegs erstellt und an der Nang Lam Beach
waren wir natürlich auch. Ich würde mir wünschen,
dass Montri eine Weile bei uns leben würde, das würde
der Farm gut tun. Er hat sich gut mit unserer Familie verstanden,
vor allem mit dem Schwiegerpapa, denn die beiden sind sehr an Kampfhähnen
interessiert. Beim Zahnarzt war ich nochmals schnell um noch etwas
am Biss rumzufeilen, alles in allem bin ich froh, das Kapitel mal
wieder abgeschlossen zu haben.
Am letzten Tag habe ich Siemens-Fritz nochmals
in Pattaya getroffen und ich habe Aree ein Handy gekauft. Die Kleine
erfreut mich wirklich sehr, denn sie ist jetzt voll begeistert in
der Schule dabei und ich hoffe jetzt, dass nächstes Jahr auch
Ihr Englisch besser wird, denn sie möchte Stewardess werden!
Nach einem wunderbaren Abendessen im Slum bei Tic
und San gings viel zu schnell wieder Richtung Don Muang Flughafen
in Bangkok. Die Flüge waren recht ruhig und angenehm, allerdings
hätte ich in Colombo beinahe meinen Flug verpennt. In 10 Monaten
gehts wieder los - wer kommt mit?
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