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Reisebericht Thailand - Laos - Kambodscha
vom 13.12.2001 - 26.01.2002

21.07.2003: Kleiner Update. Ich habe fast alle Fotos unter webshots.com gespeichert und verweise bei den Link auf die Album Seite. Nur die AK-47 Foto werde ich stehen lassen, denn die gibt unheimlich hits von google ;-)

Nach langer Vorfreude gings für Ede (Foto) am 13. Dezember 2001 endlich wieder los nach Südostasien. Zuerst mal war kurz Stress angesagt, denn Malaysian Airways wollte mich, wegen fehlendem Flugticket aus Thailand raus, nicht einchecken lassen. Darum für mich nie mehr Malaysian Airways, denn der Spass hat mich gleich mal 80 Fränkli gekostet...

Nach einem ereignislosen Flug holten mich Lek (Foto) und die Familie Ihres Bruders San am Flughafen ab und fuhren mich erst mal in die Sukhumvit Soi 10, wo Matthias Meier (alias Zisch und Somwang, Foto) sowie Beat Jost (alias Beo) schon im Hotel Federal auf mich warteten. Da wir 2 Tage später Jürg Wyler (alias Jug, Foto) aus Neuseeland erwarteten, haben wir uns erst mal mit Shopping, Internet-Cafes und indischem und Thai-Food beschäftigt. Am Abend der Ankunft von Jürg stellte uns San seinen Wagen wieder zur Verfügung und so fanden wir uns alle spät nachts bei mir zuhause in Plutaluang wieder, wo wir auch schon von der ganzen Familie (Foto) begrüsst wurden.

Die nächsten Tage zuhause waren sehr relaxed und "safe" und unter anderem haben wir einen schönen Ausflug nach Nang Lam Beach in Samaesan und zur Buddhafigur am Berg Chi Chan (Foto) gemacht. Auf meiner Farm entwickeln sich die Dinge positiv und die Familie hat das Unkraut nun erst mal besiegt. Die Mangobäume werden langsam grösser und beginnen Früchte zu tragen. Im Teich schwimmt viel Fisch und das Land wird von Gänsen, Hühnern, Fröschen und Katzen bevölkert.

Am 18. Dezember zogen wir mit dem Bus weiter in Richtung Trat und Koh Chang. Wir kamen gut voran und erreichten mit der Fähre Koh Chang, wo wir in der Villa Ban Nuna wohnen wollten. Da aber die Villa schon voll belegt war, mussten wir uns erst mal bei Alina und Ban Nuna am White Sand Beach einquartieren. Koh Chang ist (immer noch) eine Reise wert, aber leider läuft im moment einiges schief auf der Insel. Die schöne Lagune hinter Bang Bao wird grade ruiniert, Backpacker sind bald nicht willkommen und mein ehemaliges Lieblingsplätzchen auf der Insel wird jetzt von einer Bungalowanlage verziert.

Die Taucher von Koh Chang Divers sind immer noch am Werk, allerdings wird die Lage für meine Ex-Partner jetzt langsam schwieriger. Willy und Werner schmeissen den Laden mit ca. 5 Instruktoren, unter anderem ist auch Stefan noch da. Mir hats leider wieder nicht zu einem Dive beim vertical wreck gereicht unter unterdessen hat sich das ja wohl erledigt, da das Wrack sich losgerissen hat und wohl aus dem Verkehr gezogen wird.

Gilles und Dave vom Alina waren nebst Adi von Seahorse Diving noch die erfreulichsten Kontakte mit alten Bekannten aus meiner Koh Chang-Zeit. Mir wars auf jeden Fall recht, dass Jürg und Beo sich auch mit dem Gedanken an Weihnachten in Kambodscha anfreunden konnten und so liessen wir Zisch erst mal an White Sand Beach zurück und zogen dann via Trat nach Had Lek, wo wir uns für 1000 Baht (40 SFr.) das Visum besorgten und schon kurz danach bei Otto in Dong Tong (oder Sao Tong) auf Koh Kong einliefen. Der Weg von der Grenze zu Ottos Guesthouse und Restaurant ist immer recht beschwerlich wegen den Jungs und der Bootsfahrt. Aber die Bootsfahrt fällt jetzt bald weg, denn die neue Brücke über den Fluss nach Koh Kong ist praktisch fertigestellt und soll im April 2002 eröffnet werden.

Die meisten Travellers und Backpacker reisen in Koh Kong bloss durch, dabei ist die Region mit intakten, spektakulären Mangrovenwäldern gesegnet. Wasserfälle und die vorgelagerte Insel ergänzen die Ausflugsmöglichkeiten der Region Koh Kong. Auch ein Bummel durch die Ortschaft und über den Markt von Dong Tong haben Ihren speziellen Reiz. Den 24. Dezember verbrachten wir mit Otto an der paradiesischen Laguna-Beach, wie ich sie hier mal taufen möchte. Eine Stunde mit dem Boot durch die Mangroven und ein kurzes Stück auf dem offenen Meer brachten uns zur Insel Koh Kong. (Daneben heisst auch die ganze Provinz noch Koh Kong.) Erst mal ein kurzer Besuch bei den Soldaten und dann versuchten wir zu Fuss eine Beach zu erreichen. Nach einer halben Stunde gaben wir das aber auf, denn Otto erinnerte sich nicht genau an den Pfad. Also wieder rein ins Boot und noch eine halbe Stunde südwärts der Insel entlang, bevor wir die traumhafte Beach erreichten (Foto).

Am Abend gabs bei Otto guten Fisch und Bratkartoffeln, wir haben CNN geglotzt und trotz fehlendem Weihnachtsbaum wars uns allen recht wohl und wir waren ausreichend "safe". Die kleine Win, Ottos Enkelkind (Foto), hat mich sehr ins Herz geschlossen bei dem Besuch in Koh Kong und mit einem lachenden und einem weinenden Auge sagten wir am 26. Dezember wieder goodbye, um Zisch in Trat zu treffen. Er hatte nun die Nase auch voll von Koh Chang, während Beo nun nochmals das Reissen nach Koh Chang bekam und den Rest seiner kurzen Ferienzeit denn dort verbrachte, um sich gebührlich für seine Treuhandkunden zu erholen. Wir mieteten uns einen Wagen mit Fahrer um wieder zu mir nach Sattahip zu fahren. Zisch vermisste unterdessen Phueng sehr, denn er hatte sich schon zu Beginn unserer Reise in sie verliebt (was auf Gegenseitigkeit beruhte. Foto)

Am 29. Dezember 2001 flogen wir zu Nick Ascot (Foto) nach Nakorn Phanom, aber davor mussten wir noch die Laos-Visas holen, meine und Leks Papiere zur Schweizer Botschaft bringen zwecks Heirat, und Ausflüge mit der Familie von Phueng veranstalten, denn Zisch und Phueng wollten sich schon kaum mehr trennen voneinander.

In Nakorn Phanom quartierten wir uns erst mal im Grandview Hotel am Mekhong River ein und erfreuten uns an den vielen interessanten Kontakten, die wir dort hatten. Max der Zauberer verblüffte uns und die Thai-Kids mit seinen Zaubertricks an der Red-Cross-Fair und zum Abschluss servierte uns die Frau des Provinz-Gouverneurs noch ein feines, lokales Nachtessen. Am nächsten Tag besuchten wir auch das Haus, in dem Ho Chi Minh lange lebte, bevor er die Amis aus Vietnam rauskickte. Nicks Computerprobleme wurden dank Zisch immer geringer und wir hatten eine lustige Neujahrsnacht, auf wenn wir um Mitternacht völlig "safe" am Video glotzen waren.

Am 2. Januar 2002 ging endlich der lang ersehnte Laos-Trip los. Nick war fürs erste nicht mit dabei, denn er musste noch sein Business-Visum für Laos in Vientiane abholen. Aber Montri (Foto) und ich führten Jürg, Zisch, Mike und Martin (Foto) gut, wenn auch etwas spät, über den Mekhong Fluss nach Thakhek, wo uns schon ein Wagen mit Fahrer erwartete. Von Thakhaek fuhren wir ca. 70 km in Richtung Norden bis nach Song Hong, bevor wir nach Osten in die Kalkberge Richtung Pontriu und Boneng abbogen. Um 3 Uhr trafen wir am Fuss der Berge von Kuankatcha ein (Foto), wo wir ein paar Jungs als Träger engagierten und in Richtung Kuankacha losmarschierten. Ich war schon letztes Jahr mit Nick dort und ich liebe dieses Dorf.

Das Dorf liegt in einem Hochtal und kann nur zu Fuss in einem 2-stündigen Anstieg erreicht werden. Es ist umgeben von imposanten Kalkstein-Formationen und weiteren Hochtälern. Die Dorfbewohner sind uns gegenüber sehr freundlich eingestellt und als wir gegen 5 Uhr die ersten Häuser von Kuankacha erreichten, verbreitete sich die Kunde von der Ankunft der Weissnasen schnell. Wir quartierten uns auf der Veranda des Hauses vom Dorfchef ein, wo uns die vielen Neugierigen ausgiebig bestaunten. Nach einem kurzen Besuch beim Wasserloch zauberte Montri ein wunderbares Nachtessen auf den Tisch und wir radebrechten mit den Bewohnern von Kuankacha bis uns der Schlaf übermannte. Allerdings war es bitter kalt in der Nacht und man hörte das halbe Dorf jämmerlich husten. Ich fand mich um 4 Uhr morgens mit einer aklten, bettelnuss-kauenden Mama am Lagerfeuer wieder, wo man sich etwas aufwärmen konnte (Foto).

Die Laos-Kids (Foto) beobachteten uns aufmerksam. Im Verlauf des Vormittags traf dann auch Nick in Kuankacha ein und schon bald waren wir mit einer Gruppe Männern aus dem Dorf unterwegs, um eine spektakuläre Höhle zu besuchen. Der Ausflug führte uns in die Berge und nach 2-stündigem Gestolper erreichten wir das Ziel: eine 300 Meter hohe Felswand mit einer riesigen Höhle am Fuss (Foto). Montri und Martin erkundeten die Höhle mit Ihren Stalagtiten (Foto) und ich beobachtete die Laoten beim Zubereiten unseres Lunchs (Foto). In Bambusrohren kochten sie Klebreis und ein mitgebrachtes Huhn wurde fachgerecht zum Grillieren bereit gemacht. Als es beim Höhleneingang einmal gewaltig rumpelte, machte sich Mike schon Sorgen um seinen Sohn Martin, aber dieser hatte mit Montri bloss einen lockeren Felsblock zum Absturz gebracht und kam unversehrt wieder aus den Tiefen der Höhle zum Lunch.

Auf dem Rückweg stiessen wir auf einige interessante Steinbrocken (Foto), die uns glauben lassen, dass einmal eine geheimnisvolle Stadt namens Alan in der Gegend existierte. Am Abend genossen wir wieder ein vorzügliches Mahl "Chez Montri" und nach dem Palaver mit den Dorfältesten über das Projekt "Stausee" machten wir unser Nachtlager wieder bereit. Die Wärme des Whiskeys hielt nicht lange hin und in den frühen Morgenstunden sass ich wieder mit der Alten am Feuer und lauschte den seltsamen Tönen die aus dem Dschugel zu uns drangen.

Schon bald hiess es auch in Kuankacha wieder "Goodbye" und einige Männer begleiteten uns als Träger auf dem Weg ins Tal. Auch der Headman (Foto) begleitete uns; er sogar bis nach Thakhek, denn wir hatten etwas Geld gesammelt, um Medizin für die Dorfbewohner zu kaufen. Auf dem Weg zurück nach Thakhek erkundeten wir erst mal noch Boneng, wo wir auf ein russisches Ehepaar stiessen, die dort eine Blei-Mine (Foto) betreiben resp. betrieben.

Zurück in Thakhek genossen wir ein ausgezeichnetes vietnamesisches Nachtessen in einem Hinterstuben-Restaurant, unter anderem mit Aal-Häppchen. Am nächsten Morgen gabs Baguette und Spiegeleier beim Vietnamesen am Markt von Thakhek und anschliessend besuchten wir Ejnar und Poc vom Thakhek Travel Lodge und der Applied Art Wood Factory. Nach der Besichtigung der Gartenmöbelfabrik wollte sich Martin mit der Kalaschnikov AK-47 (Foto) fotografieren lassen, worauf Ejnar eine Blindpatrone in seinem Office abfeuerte, was nicht jedermann erheiterte. (Ejnar aber sehr wohl...) Dann unternahmen wir noch einen Lunchausflug (Foto) zum alten Verteidigungswall der Stadt Thakhek, eine erstaunliche geologische Formation, die wohl nicht von Menschenhand erschaffen wurde. Unter anderem gibts dort auch eine Art Outdoor-Kirche (Foto) der vietnamesischen Gemeinschaft, die in Laos Ihrem Glauben doch eher im verborgenen nachgehen.

Am Nachmittag gings mit dem Boot wieder zurück über den Mekhong nach Nakorn Phanom, wo uns die Zivilisation wieder in die Arme schloss. Die nächsten Tage vertrieben wir uns vor allem im und um das Reisebüro-Office von Nick. Ich besuchte Montri mal auf seiner Farm in der Nähe des That Phanom und ich war immer wieder beeindruckt von der Freundlichkeit der Leute und den Schönheiten der Region Isaan. Unter anderem lachte mich auch ein Isaan-Tuk-Tuk an und ich hätte das Ding gleich gekauft, aber meine Frau würde nie damit rumfahren, also habe ichs gelassen.

Am 8. Januar 2002 setzten wir (Jürg, Zisch und Ede) uns in den Bus nach Udon Thani, wo wir eigentlich unsere Zugtickets nach Bangkok hätte abholen wollen. Aber es stellte sich bald heraus, dass nur 1 Ticket reserviert war für uns, und so hatten Zisch und ich eine recht anstrengende Nacht auf Sitzplätzen im Nachtzug nach Bangkok zu bewältigen. Am Markt von Udon futterten wir uns noch ordentlich voll vor der langen Zugfahrt und alleine während der Stunde auf dem Markt von Udon, wollten 3 Girls meine Kumpels heiraten. Wie Ihr Euch aber vorstellen könnt, vermisste Zisch seine Phueng schon wieder ordentlich und so grinste er denn zufrieden, als wir morgens nach überstandener Zugfahrt einen Kaffee auf dem Bahnhof von Bangkok schlürften und uns die thailändische Nationalhymne anhörten.

Wir checkten wieder im Prince Hotel an der Phetburi That Mai Strasse ein und besuchten die Familie von Phueng, die dort am Rande eines Slums einen Shop betreiben. Ich übernachte auch von Zeit zu Zeit mal dort und eines morgens um 2 Uhr wurde ich vom Ruf "Feuer" geweckt. Hastig brachte ich mich und meine Sachen in Sicherheit und nachdem ich feststellte, dass die Hütte von San in Gefahr war, da es 30 Meter weiter schon brannte, half ich mit beider Evakuierung der Wertsachen. Zum Glück war die Feuerwehr recht schnell vor Ort und nach 20 Minuten war der Spuk vorüber. 65 Hütten abgebrannt, keine Toten und nur Leichtverletzte war die Bilanz. Es stellte sich später heraus, dass wohl der Landbesitzer den Slum hatte anzünden lassen, um die Bewohner zu vertreiben. Aber schon in der Nacht begann der Wiederaufbau, unter anderem mit Holz, welches eine katholische Schule in der Nähe gespendet hat. Da muss ich nun die Katholiken auch mal loben.

Mich zogs nun schon bald wieder nach Hause, aber die Heiratsangelegenheiten zogen sich noch etwas hin (Aussenministerium sei Dank) und zudem mussten wir Hanspeter Trachsel (alias Hampi) treffen, ein guter Freund von Zisch und ein intensiver Asien-Traveller. Nachdem sich Zisch auch von Bangkok losreissen konnte (da Phueng mitkam), zogen wir wieder mal zu mir nach Plutaluang, Sattahip wo sich einige Tage später auch Otto aus Koh Kong besuchshalber einfand. Er kommt zum Einkaufen jeden Monat mal nach Thailand und so charterten wir denn Sans Wagen wieder mal und begaben uns auf die grosse Einkaufstour Bangkok - Plutaluang - Pattaya - Plutaluang - Trat - Had Lek.

So kamen wir denn zu unserem 2. Kambodscha-Abstecher auf dieser Reise, aber leider lief die Einreise nach Kambodscha diesmal etwas hektisch ab, da wir schon recht spät an der Grenze eintrafen und uns erst noch Ottos altes Auto anschauen wollten. Leks Verwandte verwarfen aber sofort die Hände, denn leise rieselte der Rost unter der Kühlerhaube. So gingen wir denn frohen Mutes an den Grenzposten, aber der Thai-Burschi war nicht gut drauf und wollte Leks Verwandte ohne Pass nicht nach Kambodscha einreisen lassen. Lek verpasste er einen Ausreisestempel in Ihrem Pass, welcher uns anschliessend 1000 Baht kostete, denn nun brauchte Lek auch ein kambodschanisches Visum statt einem Tagespass. Aber seis drum, schliesslich kamen wir doch alle glücklich bei Otto im Koh Kong Guesthouse an, wo uns Win schon freudenstrahlend begrüsste.

Am nächsten Morgen ging ich mit den Jungs wieder nach Laguna-Beach. Da Otto diesmal nicht dabei war, hat der kambodschanische Bootpilot (der diesmal keinen Helm trug) die Abkürzung genommen, wodurch wir keine Mangroven zu sehen bekamen, dafür aber die heimkehrende Fischerflotte von Koh Kong. Auf der Insel meldeten wir uns erst mal beim zuständigen General und der meldete uns bei Laguna-Beach schon mal an. Der Bursche, der die Station oberhalb Laguna-Beach betreut, machte mir einen recht angenehmen Eindruck, als wir uns bei ihm anmeldeten. Er wollte unsere Passkopien sehen und schrieb uns alle ordentlich in sein Buch ein. Danach gehörte uns die 5 km lange Beach (Foto) für den Rest des Tages ganz für uns alleine. Die schönen Muscheln auf meinem Stubentisch erinnern mich noch an diesen Ausflug; ich habe aber auch die Sandflies nicht vergessen, die mich dort angefallen haben.

Auf dem Rückweg zeigte uns der Pilot doch noch einige Mangrovenwälder und Fischerdörfer und so kehrten wir denn glücklich zu Otto zurück, wo wir aber Lek etwas geschwächt vorfanden. Sie wollte am liebsten gleich nach Thailand zurück, aber dafür wars schon zu spät. So musste denn der Khmer-Doktor uns bei Otto besuchen kommen, aber glücklicherweise beruhigte sich die Lage dann wieder. So beschlossen wir denn schon am nächsten Tag wieder nach Thailand zurückzukehren und genossen den Abend bei Otto unter anderem mit seinen sensationellen Croques und anderen feinen Speisen und Drinks.

Einige Aufregung entstand am nächsten Tag erst bei der Bootsfahrt über den Fluss, vorbei an der fast fertiggestellten Brücke. Die Jungs hätten uns wieder mal fast versenkt bei der Ankunft auf der anderen Seite, denn jeder von den Burschen wollte sich eine Tasche oder einen Rucksack krallen, um uns dann zur Grenze zu fahren. Eine kleine Schimpftirade von Ede beförderte uns dann aber ins richtige Taxi und so kamen wir kurz danach wohlbehalten wieder in Thailand an, was zur weiteren Erholung von Lek beitrug. In Trat checkten wir erst mal unsere Emails im Internet-Cafe und genossen die Shrimps-Nuddelsuppe bei der Mama auf dem Markt. Per Bus gings dann wieder zurück zum Kilo Sip, Sattahip, wo wir uns die Tage vom 20. - 24. Januar 2002 bei mir zuhause verwöhnen liessen und uns von den Reisestrapazen erholten. Allerdings waren von unserem Ferien-Rudel nur noch Zisch und Ede übrig, denn Jürg hatte sich schon vor dem 2. Kambodscha-Trip in Richtung Schweiz abgemeldet und Hampi verliess uns in Koh Kong, um die Gegend von Sianoukville zu erkunden. Wie man hört, treibt er sich jetzt grade in Zentral-Laos rum (Stand meiner Infos: 10. 02. 02), wo wir ihm denn auch alle viel Spass wünschen.

Am 21. Januar 2002 düste ich mit meiner Frau Lek aufs Standesamt nach Sattahip, wo wir nun unsere Heirat auch "auf dem Papier" verewigten. Womit die Sauerei endlich ein Ende hat... So langsam kommt auch Lek zur Ueberzeugung, dass sie ein paar Jahre mit mir in der Schweiz verbringen sollte. Im Mai 2002 wird sie wohl zusammen mit Phueng den Flieger in die Schweiz besteigen, so die Visabestimmungen und die Botschaftsangestellten es denn zulassen...

Ich habe mich in den letzten Tagen zuhause auf die Suche nach Durian- und Mangosteen-Bäumen begeben und unterdessen sind wir auch fündig geworden. So werden wir also auch diese exotischen Früchte in ein paar Jahren aus eigenen Beständen kosten können. Das Wetter war, wie während der ganzen Reise, extraordinär und absolut regenfrei und wir liessen uns von Noi mit genialem Thai-Food nach Strich und Faden verwöhnen. Die Kids genossen es natürlich, dass Ihr Papa auch mal zuhause war und Ihnen beim English-Lernen helfen konnte. Leks Papa gehts zum Glück heute wieder besser und kurz vor der Abreise aus Plutaluang verpasste er mir noch meinen bevorzugten Haarschnitt.

Nach einigen ergreifenden Abschiedsszenen gingen wir denn am Donnerstag den 24. Januar 2002 schwer bepackt zum Bahnhof, um per Zug nach Bangkok zurückzukehren. Wir stiegen wieder mal im Prince Hotel ab und am Freitag gings nochmals auf die Piste: Schweizer Botschaft, Goldshop, Computershop und Kleider-markt waren angesagt. Danach hats mich aber erst mal flachgelegt und so musste ich beim Ausflug zum Wachsfigurenkabinett und ins Shrimps-Spezial-Restaurant passen, aber Zisch hat mich dort würdig vertreten.

Wie immer kamen mir die letzten Stunden vor dem Abflug endlos lang und doch jämmerlich kurz vor. So standen wir denn halt irgendwann wieder am Flughafen Don Muang mit einigen Käse-Sandwich aus dem Foodland und 2 Büchern bewaffnet, um mit Air Lanka via Colombo wieder in good, (c)old Switzerland zurückzufliegen. Und das taten wir denn schweren Herzens auch...

Da wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass wir einen ganz üblem Anflug auf Kloten hatten, denn am Sonntag 27. Januar 2002 um 07.00 Uhr stürmte es über Kloten ziemlich heftig. Ansonsten hat mich aber das Wetter in der Schweiz bisher positiv überrascht: kein Schnee, keine zugefrorenen Seen, keine Unter-Null-Temperaturen und wenn ich meine Erkältung erst mal wieder los bin, werde ich vielleicht noch etwas mehr zu berichten wissen von dem Trip 2002 :-)


© Eduard Blättler / letzte Aenderung: 21.07.2003
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